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Moderatoren
Jutta Hübner
Prof. für Integrative Onkologie
Termine
- 24. Juni 2026, 18:00 - 19:30
Komplementäre Medizin bietet evidenzbasierte Möglichkeiten in enger Abstimmung mit der konventionellen Medizin, Nebenwirkungen der Tumortherapie zu reduzieren, Patienten selbst aktiv werden zu lassen und im Sinne eines Patienten-Empowerment das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken. Komplementäre Medizin ist eine seriöse Antwort auf den Wunsch vieler onkologischer Patienten, selbst aktiv werden zu können.
Ca. die Hälfte aller Patienten mit einer malignen Erkrankung nutzen komplementäre Methoden. In Deutschland werden Substanzen (Mikronährstoffe, Heilpflanzen, etc.) bevorzugt, was das Risiko für Interaktionen erhöht. Leider werden Entscheidungen für Komplementäre oder Alternative Medizin häufig ohne Einbinden des Onkologen getroffen.
Hier kann dem Apotheker eine wichtige Beratungsfunktion zukommen, was die Auswahl z. B. von Phytotherapeutika, Qualitätskontrolle der Präparate und Beratung zu Neben- und v. a. Wechselwirkungen angeht. Tatsächlich stehen Nahrungsergänzungsmittel seit Jahren im Vordergrund. Antioxidantien über die Zufuhr in der Ernährung hinaus sind während einer Tumortherapie nicht sinnvoll und die Leitlinie formuliert hier evidenzbasiert eine negative Empfehlung. Für Vitamin B12, D und Selen werden eine Spiegelbestimmung und ggf. Supplementierung der Mikronährstoffe empfohlen.