Der Termin hat bereits begonnen!
Referenen
Univ.-Doz. Dr. Gerald Gatterer
Klinischer- und Gesundheitspsychologe/Psychotherapeut (Verhaltenstherapie)
Akademischer Krankenhausmanager
Leiter des Instituts für Alternsforschung an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien
Ralph Schliewenz
approb. Kinder- und Jugendpsychotherapeut
Vorsitzender der Sektion Klinische Psychologie,
Termine
- 24. Oktober 2026, 08:00 - 13:30
Beschreibung
Mit der Einführung der ICD-11 verändert sich nicht nur die Systematik der Klassifikation psychischer Erkrankungen – auch der Blick auf den Menschen und seine individuellen Problemlagen gewinnt an Bedeutung.
Univ.-Doz. Dr. Gerald Gatterer aus Wien, Klinischer- und Gesundheitspsychologe/Psychotherapeut (Verhaltenstherapie)
Akademischer Krankenhausmanager Leiter des Instituts für Alternsforschung an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien, gibt einen praxisnahen Einblick in die wesentlichen Neuerungen der ICD-11 und deren Bedeutung für die psychologische Praxis. Dabei geht es um die veränderte diagnostische Perspektive, das Zusammenspiel körperlicher, psychischer und sozialer Aspekte sowie die Frage, was die neue Klassifikation für die tägliche Arbeit von Psycholog*innen und psychologische Psychotherapeut*innen bedeutet.
Der Vortrag bietet Orientierung in der neuen Systematik und lädt dazu ein, die Möglichkeiten und Herausforderungen der ICD-11 für Diagnostik und berufliche Praxis zu reflektieren. Der 2. Teil der Veranstaltung befasst sich mit der Tätigkeit der Klinischen Psychologen im Klinischen Stationären Kontext und dem beruflichen Selbstverständnis. Hierzu formuliert Ralph Schliewenz, Vorsitzender der Sektion Klinischen Psychologie für seinen Vortrag: "Die Klinische Psychologie ist weiterhin das wichtigste Anwendungsfach der wissenschaftlichen Psychologie (s. Hoyer in RP 6/16). Sie fasziniert auch durch Kontroversen, bspw. in Abgrenzung zur Psychotherapie, deren praxisrelevante Kernwissenschaft sie ist und bleibt. Damit entfaltet sie in der Gesellschaft Wirkung. Psychische Gesundheit entsteht nicht durch die Behandlung von Störungen von Krankheitswert. Sie bemisst sich eher an der Aufrechterhaltung oder der Wiederherstellung von Wohlbefinden. In vielfältigen Anwendungsfeldern werden klinisch-psychologische Leistungen erbracht, die über ihre spezifische Expertise hinaus, nicht legitimiert, i.S.v. erlaubt, zu werden brauchen. Beispielhaft werden die spezifischen Tätigkeiten im klinischen Arbeitsfeld beschrieben und der Raum zur Diskussion eröffnet."